Keywan Teppiche2018-11-21T14:37:14+00:00

DIE GESCHICHTE DER PERSERTEPPICHE

Die Teppichweberei im Iran kann auf eine lange Tradition und Geschichte zurückblicken. Der älteste Hinweis auf die Teppichknüpfereikunst stammt aus der Bronzezeit.  Teppichmesser aus dieser Zeit wurden in Gräbern in Turkmenistan und im Nordiran gefunden. In Schahr-e-Suchte (archäologischer Fundort auf der Sistan-Ebene im südöstlichen Iran) fand man Korbteppiche und Strickwerkzeuge, die ungefähr auf die Jahre 2.800-2.500 vor Christus datieren.

Später wurde von Xenophon, dem griechischen General und Historiker überliefert, dass die antike Stadt Sardes während des Achämenidenreichs (6.-4. Jahrhundert v. Chr.) sehr stolz auf ihre Teppiche war. Die auf diesen Teppichen dargestellten Motive bezogen sich häufig auf Abbilder sagen-umwobener Männer und deren Greife.

Darüber hinaus schrieb Xenophon in seinem Buch Charakter des Cyrus‘: „Um sich weicher zu betten, legen die Perser Teppiche unter ihre Schlafstätten“. Der älteste (5. oder 4. Jahrhundert vor Christus) erhaltene, in Knüpftechnik hergestellte Teppich der Welt ist der Pasyrik-Teppich, der seinen Namen dem Tal verdankt, in dem er in einer gefrorenen Grabkammer eines Kommandanten aus dem Zeitalter der Saken, 80 km von der Grenze zur äußeren Mongolei entfernt, gefunden wurde.

Dieser Teppich diente einst als Packsattel und verfügt pro Quadratzentimeter über 36 türkische Knoten. Da die Ornamente und Muster dieses Teppichs den ursprünglichen achämenidischen Charakter zeigen, sind die Experten der einhelligen Meinung, dass er aus dem Iran stammen muss.

Obwohl es keinen typischen Teppich aus der Sassaniden-Ära gibt, beweisen die Funde aber, dass die Perserteppiche in dieser Ära bereits über eine gewisse Berühmtheit verfügten.

Ein Beleg für diese Berühmtheit findet sich in den chinesischen Kalendern (Sui Su), die bereits in dieser Ära auf Handel zwischen dem Iran und China hindeuteten. Hierin wurden iranische Wollteppiche als nach China eingeführte Waren erwähnt.

Die Geschichten über den berühmten Baharestan-Teppich im Ctesiphon-Schloss gleichen einem Märchen. Dennoch: unabhängig von den verklärenden Erzählungen können diese Geschichten durchaus als Hinweis auf die Kunst der iranischen Teppichweberei angesehen werden.

Mit dem Erstarken des Islam und dem Niedergang der Sassaniden erfuhr die Kunst der Teppichknüpferei, die von den Aristokratien immer unterstützt wurde, einen herben Dämpfer.  Dank der Künstler in den Metropolen nah und fern jedoch wurde die Kunst des Teppichknüpfens bewahrt und so am Leben gehalten, fristete jedoch ein Schattendasein. Allerdings hielt dieser Zustand nicht lange an und die Kalifen der Umayyaden und Abbasiden zeigten, in Tradition der früheren persischen Könige, großes Interesse an der Fortentwicklung der Teppichkunst.

In der Timuriden-Ära machte die Teppichweberei große Fortschritte und erhielt sogar offiziellen Kunststatus.

In der Safawiden-Ära wurde den Teppichen eine hohe Würde zuteil. Die wertvollen Teppiche dieser Zeit, wie z. B. der berühmte Ardebil-Teppich, entstanden in den königlichen Webereiwerkstätten. Einer dieser besonderen Teppiche wird zurzeit im Victoria-and-Albert-Museum in Kensington (England) aufbewahrt.

Schätzungen zufolge gehören dieser Ära mehr als 3000 wertvolle Teppiche an. So waren unter anderem die Kashan-Teppiche wegen ihrer hohen Qualität und Eleganz sehr beliebt. Zahlreiche Aufträge vom polnischen Königshof zur Herstellung von Teppichen, die aus Fäden von Gold und Silber geknüpft wurden, erfolgten, so dass die Webereien der Stadt Kashan einen neuerlichen Aufschwung erlebten. Die Teppiche aus dieser Ära Kashans sind als Polonaisa-Teppiche in die Historie eingegangen.

In der Zeit der Afschariden-Dynastie ging die Produktion von dekorativen Teppichen aufgrund langanhaltender Kämpfe stark zurück.

Aus der Zeit der Karim-Khan-Zand-Dynastie (1750-1794) blieben nur zwei Teppiche zurück, von denen einer höchstwahrscheinlich im Auftrag des Gouverneurs von Kerman und der andere vermutlich in Schiras gewebt wurde.

DIE GESCHICHTE DER PERSERTEPPICHE

Die Teppichweberei im Iran kann auf eine lange Tradition und Geschichte zurückblicken. Der älteste Hinweis auf die Teppichknüpfereikunst stammt aus der Bronzezeit.  Teppichmesser aus dieser Zeit wurden in Gräbern in Turkmenistan und im Nordiran gefunden.

In Schahr-e-Suchte (archäologischer Fundort auf der Sistan-Ebene im südöstlichen Iran) fand man Korbteppiche und Strickwerkzeuge, die ungefähr auf die Jahre 2.800-2.500 vor Christus datieren.

Später wurde von Xenophon, dem griechischen General und Historiker überliefert, dass die antike Stadt Sardes während des Achämenidenreichs (6.-4. Jahrhundert v. Chr.) sehr stolz auf ihre Teppiche war. Die auf diesen Teppichen dargestellten Motive bezogen sich häufig auf Abbilder sagen-umwobener Männer und deren Greife.

Darüber hinaus schrieb Xenophon in seinem Buch Charakter des Cyrus‘: „Um sich weicher zu betten, legen die Perser Teppiche unter ihre Schlafstätten“. Der älteste (5. oder 4. Jahrhundert vor Christus) erhaltene, in Knüpftechnik hergestellte Teppich der Welt ist der Pasyrik-Teppich, der seinen Namen dem Tal verdankt, in dem er in einer gefrorenen Grabkammer eines Kommandanten aus dem Zeitalter der Saken, 80 km von der Grenze zur äußeren Mongolei entfernt, gefunden wurde.

Dieser Teppich diente einst als Packsattel und verfügt pro Quadratzentimeter über 36 türkische Knoten. Da die Ornamente und Muster dieses Teppichs den ursprünglichen achämenidischen Charakter zeigen, sind die Experten der einhelligen Meinung, dass er aus dem Iran stammen muss.

Obwohl es keinen typischen Teppich aus der Sassaniden-Ära gibt, beweisen die Funde aber, dass die Perserteppiche in dieser Ära bereits über eine gewisse Berühmtheit verfügten.

Ein Beleg für diese Berühmtheit findet sich in den chinesischen Kalendern (Sui Su), die bereits in dieser Ära auf Handel zwischen dem Iran und China hindeuteten. Hierin wurden iranische Wollteppiche als nach China eingeführte Waren erwähnt.

Die Geschichten über den berühmten Baharestan-Teppich im Ctesiphon-Schloss gleichen einem Märchen. Dennoch: unabhängig von den verklärenden Erzählungen können diese Geschichten durchaus als Hinweis auf die Kunst der iranischen Teppichweberei angesehen werden.

Mit dem Erstarken des Islam und dem Niedergang der Sassaniden erfuhr die Kunst der Teppichknüpferei, die von den Aristokratien immer unterstützt wurde, einen herben Dämpfer.  Dank der Künstler in den Metropolen nah und fern jedoch wurde die Kunst des Teppichknüpfens bewahrt und so am Leben gehalten, fristete jedoch ein Schattendasein. Allerdings hielt dieser Zustand nicht lange an und die Kalifen der Umayyaden und Abbasiden zeigten, in Tradition der früheren persischen Könige, großes Interesse an der Fortentwicklung der Teppichkunst.

In der Timuriden-Ära machte die Teppichweberei große Fortschritte und erhielt sogar offiziellen Kunststatus.

In der Safawiden-Ära wurde den Teppichen eine hohe Würde zuteil. Die wertvollen Teppiche dieser Zeit, wie z. B. der berühmte Ardebil-Teppich, entstanden in den königlichen Webereiwerkstätten. Einer dieser besonderen Teppiche wird zurzeit im Victoria-and-Albert-Museum in Kensington (England) aufbewahrt.

Schätzungen zufolge gehören dieser Ära mehr als 3000 wertvolle Teppiche an. So waren unter anderem die Kashan-Teppiche wegen ihrer hohen Qualität und Eleganz sehr beliebt. Zahlreiche Aufträge vom polnischen Königshof zur Herstellung von Teppichen, die aus Fäden von Gold und Silber geknüpft wurden, erfolgten, so dass die Webereien der Stadt Kashan einen neuerlichen Aufschwung erlebten. Die Teppiche aus dieser Ära Kashans sind als Polonaisa-Teppiche in die Historie eingegangen.

In der Zeit der Afschariden-Dynastie ging die Produktion von dekorativen Teppichen aufgrund langanhaltender Kämpfe stark zurück.

Aus der Zeit der Karim-Khan-Zand-Dynastie (1750-1794) blieben nur zwei Teppiche zurück, von denen einer höchstwahrscheinlich im Auftrag des Gouverneurs von Kerman und der andere vermutlich in Schiras gewebt wurde.

Die Nachfrage nach Perserteppichen aus den USA und Europa steigerte die Nachfrage in der Kadscharen-Ära (1779-1925) enorm. Dies führte dazu, dass die Händler Produktionsstätten in Täbris, Kerman, Maschhad, Kaschan und anderen Städten des Landes errichteten und die dort hergestellten Teppiche via Istanbul nach Europa exportierten.

Wegen des ersten und zweiten Weltkriegs erlebte das bis dato so florierende Perserteppichgeschäft jedoch eine heftige Krise und zahlreiche Webereiwerkstätten, von denen viele Menschen wirtschaftlich abhängig waren, mussten geschlossen werden.

Während der Pahlavi-Dynastie (1925–1979) versuchten Reza Schah und sein Sohn Mohammad Reza Pahlavi alte persische Traditionen wiederzubeleben, um ihre Herrschaft zu legitimieren. Auch die Teppichknüpferei wurde gefördert, oft unter Rückbesinnung auf traditionelle Muster der safawidischen Hofmanufaktur. 1935 gründete Reza Schah die „Iran Carpet Company“, die die Teppichherstellung unter nationalstaatliche Kontrolle brachte. Sorgfältig ausgeführte Teppiche wurden für den Export geknüpft und auch als diplomatische Geschenke an andere Staaten verwendet.

Die Nachfrage nach Perserteppichen aus den USA und Europa steigerte die Nachfrage in der Kadscharen-Ära (1779-1925) enorm. Dies führte dazu, dass die Händler Produktionsstätten in Täbris, Kerman, Maschhad, Kaschan und anderen Städten des Landes errichteten und die dort hergestellten Teppiche via Istanbul nach Europa exportierten.

Wegen des ersten und zweiten Weltkriegs erlebte das bis dato so florierende Perserteppichgeschäft jedoch eine heftige Krise und zahlreiche Webereiwerkstätten, von denen viele Menschen wirtschaftlich abhängig waren, mussten geschlossen werden.

Während der Pahlavi-Dynastie (1925–1979) versuchten Reza Schah und sein Sohn Mohammad Reza Pahlavi alte persische Traditionen wiederzubeleben, um ihre Herrschaft zu legitimieren. Auch die Teppichknüpferei wurde gefördert, oft unter Rückbesinnung auf traditionelle Muster der safawidischen Hofmanufaktur. 1935 gründete Reza Schah die „Iran Carpet Company“, die die Teppichherstellung unter nationalstaatliche Kontrolle brachte. Sorgfältig ausgeführte Teppiche wurden für den Export geknüpft und auch als diplomatische Geschenke an andere Staaten verwendet.

UNSERE TEPPICHE SIND KUNSTWERKE, DIE SIE IN IHREM ZUHAUSE VOM ORIENT TRÄUMEN LASSEN.

Zur KEYWAN-Kollektion

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